The Time Capsule

Original 1915 Model T Phaeton, in den 1950er Jahren zum Hot Rod umgebaut!

   
   

A true survivor!

Bei uns gelandet zur Restauration.

Denn er soll zu seinem 100. Geburtstag wieder gut aussehen und fahren! : )

 

 

 

 

   
 
 

 

Endlich kann mit der Arbeit am Wagen begonnen werden.

Zunächst muss er mal seinen Platz neben der Bar aufgeben und in die Werkstatt verbracht werden.

Der Boden wird herausgenommen um eine genaue Bestandsaufnahme zu starten.
 
 
Der originale Holzrahmen der Karosserie ist leider stellenweise verrottet.
Ein bisschen Rost an der vorderen Blattfederaufnahme.
Kann man schöner machen... : )
 
Halterung für Benzinpumpe - kann man schöner machen...
Mei die Amis wieder....Ohne Schneidbrenner geht scheinbar nix da drüben!
Exhaust meets frame!
 
 
Ja ähh, wie gesagt....
Some rust here...
...and there.

Da hängt er nun und harrt der Dinge! : )

 

Wir freuen uns auf die Aufgabe!

Wir beginnen den Wagen zu zerlegen
Die Kotflügel und Trittbretter müssen ringsum entfernt werden.
Dabei tauchen erfahrungsgemäss vorher nicht einsehbare "Problemzonen" auf. : )
Die Runningboards sind stärker vom Rost befallen als gedacht.
 
Nach abnehmen der Frontmaske offenbart sich erneut der entspannte Umgang der Amerikaner mit dem Thema Sicherheit! Die beiden vorderen Muttern der Federbefestigung sind schlicht nicht vorhanden. Abgeflext!
Ebenso hier die angeschweissten Aufnahmen des Federgehänges...
Die Verschraubung der vorderen Motorhalter...
Hinter den Kotflügeln keine Farbe.
Nochmal ein Blick auf die kreativ gestaltete Aufnahmeplatte der Wishbones.
Hinterachse.
Kabel mal gequetscht...

...und mal verschmort.

Wie man es auch dreht und wendet, ein Hotrod ohne Kotflügel hat einfach was. : )

So ein nettes Wägelchen! Wir lieben es!

Alles wird Gut!
Nächster Tag. Rechten Zylinderkopf entfernen weil der 4 Zylinder keine Kompression hat.
Übeltäter ausgemacht. Ein Ventil hängt offen weil Feuchtigkeit in den Zylinder eindringen konnte.
Der Edelbrock Zylinderkopf von innen.

Deutlich zu sehen die Ablagerungen an den Laufflächen durch die lange Standzeit verursacht. Nicht dramatisch, sollte aber beizeiten in Ordnung gebracht werden.

Obwohl noch nicht überholt, läuft der Motor recht ruhig und zugkräftig.
 
   
   
Die Karosserie ist entfernt und darf wieder neben die Bar! : )
Rolling Chassis
 
Weitere Entdeckungen, hier die "Position" des Herzbolzen (Schraube) am hinteren Crossmember.
 
Warum abschrauben wenn man auch flexen kann?
Boxing mal anders...
Die ausgemergelten Schubstangen der vorderen Stossdämpfer.
Halterung Lenkgetriebe. Schneidbrenner, we love you! Ich besorge mir jetzt auch so ein Ding. Geht schnell und sieht sauber aus... : )
   
So sieht er Hilfsrahmen nach der Kur aus. Verstärkt, sauber verschliffen, lackiert...
Die Aufnahmen für die Wishbones abgetrennt und neu verschweisst.
Stützbleche für den mittleren Crossmember.
Und eingesetzt um den Crossmember vernünftig zu stabilisieren.
Die originale Batteriehalterung, restauriert und grundiert.
Halteplatten für die vorderen Stossdämpfer.
Frontcrossmember sauber verschweisst und somit stabilisiert.
Die Löcher für die Motorhalterungsgummis welche ursprünglich mit dem Schneidbrenner reingebrannt waren, verschweisst und rund gebohrt.
Der Rahmen grundiert und die vordere Blattfeder mit neuen U Bolts verbaut.
Die Vorderachse bekommt neue Perches und eine Kur.
So hat man die hintere Blattfeder für den schmalen Crossmember des Model T aufbereitet... : )
Natürlich sind auch die U - Bolts total vernudelt...
Wir bevorzugen die richtige Federdimension und so eingebaut wie vorgesehen vom alten Henry.
Neue Herzbolzenbohrung am hinteren Crossmember statt "Schlitz".
An der Vorderachse wurden die Nähte der Halter für die Stossdämpfer verschliffen.
Die vordere Feder gereinigt und geölt.
Zum Vergleich hier nochmal die prima amerikanische Version der vorderen Perches und die scheusslichen neuen daneben.
Wir haben Teflonbuchsen gefertigt um die Perches sauber einzupassen in die Feder.
Sieht dann so aus. Stossdämpfer auf neuer Halteplatte dahinter im Bild.
Der Rahmen lackiert.
Mittlerer Crossmember von unten.
Jetzt kommen die vorderen Wishbones an die Reihe.
No comment...
Dito.
Der Winkel zur Vorderachse hat überhaupt nicht gepasst daher war alles total verspannt und schief.
Wir haben die Wishbones schlanker auslaufen lassen, die "tie rods" neu eingesetzt und verschweisst.
Schon besser.
Eingepasst. Nun lässt sich die Vorderachse präzise einstellen.
Farbe nicht vergessen.
Zusammenbau.
Der Motor wieder drin.
Enginemount.
Torque Tube wird eingepasst nach gründlicher Reinigung.
Jetzt ist die Hinterachsfeder an der Reihe.
Ausgebaut.
Die Halter rechts und links, total unterschiedlich. : (
Kein Wunder dass alles schief war an dem Wagen.

Wirklich unglaublich - völlig verschieden die Dinger. Na, langsam wundert man sich über nichts mehr. : )

Also fertigen wir zwei neue.
So sieht das dann eingebaut aus.
Jetzt ist der Rahmen hinten korrekt gerade.
Einbau der Steeringbox nach einer gründlichen Reinigung.
Der Pitmanarm wurde gerade gebogen und lackiert.
Eine neue Lenkschubstange angefertigt.
Langsam wächst das Chassis wieder zusammen.

 

Hier gehts zu den Blecharbeiten an der Karosserie:

 
Wie bereits weiter oben erwähnt, sollte der Motor beizeiten eine Überholung spendiert bekommen. Hier hat der rechte Zylinderkopf auch schon mal gelitten... : )
Fürs Erste gibts neue Kopfdichtungen spendiert.
Die rechte Seite sieht nicht wesentlich besser aus.
Auch hier deutliche Einschläge vergangener Motorproblemchen...
Die Karosserie kommt vom Spengeln und Lackieren zurück!
Spieglein, Spieglein...
 
Abladen mithilfe Deckenkran.
Nacharbeiten sind eigentlich immer nötig bis alles richtig passt.
Schliesslich hat Harry die Karosse ja komplett versteift und verbessert.
Der Mann mit dem starren Blick und dem Finger im Tee...
Schöne Details.
Geschafft, Karosserie wieder montiert.
Nach dem Einbau von Frontscheibe, Lenksäule etc wird nun die Elektrik verbessert. Hier ein neues altes Zündschloss...
Batteriefach.
Blinkerschalter.
Impression vom "Popo" des Autos mit fuelcap.
Die restaurierten Schubstangen der originalen Stossdämpfer ...
...und eingebaut.
Die Motorhaube und Abdeckungen oberhalb der Kotflügel sind zurück vom entlacken, schweissen und wieder lackieren.
Ebenso die Trittbretter inclusive der "aprons".
   
Jetzt ist es fast geschafft! Fehlen nur noch die restaurierten Kotflügel.
Runningboards und Haube montiert.
   
Detail.
Eingeprägtes Logo des Herstellers auf dem Runningboard wieder lesbar.
 
 
 
Heckansicht mit zweitem Rücklicht und alten Rückstrahlern...
It's Done! Der Wagen ist fertig restauriert! : )
Jetzt "nur noch" zum TÜV!